Der Olivenhain

Kalabrien1.jpg

Ein Hain in Kalabrien. Die bunten Flecken sind Netze – offensichtlich wird dieser Hain nicht geerntet, sondern nur gewartet, bis die überreifen Oliven von selbst vom Baum fallen. Gutes Öl kann man daraus dann nicht mehr machen.

Das Feld mit Olivenbäumen war früher einmal ein Garten: Ganz selten sieht man heute noch Haine, in denen noch andere Obstbäume zwischen den Oliven stehen (einer der schönsten Orte, um das zu sehen, ist unserer Meinung nach natürlich unser Museumshain in Palombaio/Apulien. Hier stehen zum Beispiel immer wieder verschiedene Mandelbäume zwischen den Olivenbäumen). In der Regel sind Olivenhaine allerdings echte Monokulturen und entsprechend anfällig für Schädlinge wie die Olivenfliege. Für Erzeuger, die ihre Oliven nach Bio-Richtlinien anbauen wollen, bedeutet das (wenn sie sich die Mühe aus Überzeugung machen), dass der Boden, sein Bewuchs und das Mulchen eine enorme Bedeutung erhalten. Gleichzeitig muss es aber möglich bleiben, im Winter die Erntenetze um die Bäume herum auszulegen.

Viele Haine in Europa sind uralt, aber moderne Haine sind oft so angelegt, dass die Bäume einfach mit Maschinen erreicht und geerntet werden können und dass die Abstände genau so bemessen sind, dass die höchstmögliche Förderung mit EU-Subventionen dabei herauskommt. Ein kleiner Sonderfall ist Griechenland, wo die Haine oft sehr klein sind und nur als Nebenerwerb bewirtschaftet werden.