Der Olivenbaum

OlivenbaumBuS

Ein mehr als 3000 Jahre alter Olivenbaum auf Kreta (ja, alles, was man sieht, gehört zu einem einzigen Baum!)

Eigentlich ist der Olivenbaum ein Busch: Wenn man alte Bäume ansieht kann man meist die einzelnen Triebe gut erkennen, die von der Natur und im besten Fall mit umsichtigem Baumschnitt auch von Menschenhand zu einem starken Baum zusammengeführt wurden. Der Grund dafür ist simpel: In einem dichten Busch kann man nicht ernten. Der Mensch hat den Olivenbusch zum Baum gemacht, um besser an die wertvollen Früchte zu kommen.

Der Olivenbaum wurzelt relativ tief, bei weichem Boden streben die Wurzeln schonmal sieben Meter fast senkrecht nach unten. Der massivste Teil der Wurzeln liegt aber immer etwa einen Meter unter der Oberfläche und jeder große Ast hat eine entsprechende Wurzel (die verdorrt, wenn man den korrespondierenden Ast stark beschneidet). Olivenbäume werden in der Regel so beschnitten, dass sie nicht zu hoch wachsen um sie zu ernten. Zur Kunst des Beschneidend gehört aber auch, den Betrag zu regulieren: Die Zweige tragen nur jedes zweite Jahr gut, ein regelmäßiger Beschnitt muss also dafür sorgen, dass die in einem Jahr gut tragenden Äste beschnitten werden und denen Platz machen, die dann erst im nächsten Jahr tragen. Immer abwechselnd. Allerdings sparen sich manche Olivenbauern die Mühe und schneiden ihre Bäume einfach alle paar Jahre brutal herunter und leben dann mit dem, was da eben wächst. Traurig, aber wahr.